Sag doch JA!

Gestern flatterte die bereits sechste Hochzeitseinladung in diesem noch jungen Jahr in unseren Postkasten. Das Heiraten ist wieder in Mode gekommen. Die junge Generation sucht Geborgenheit, Sicherheit, Gemeinsamkeit. Der althergebrachte Weg von heiraten, Haus bauen, einen Baum pflanzen und Kinder bekommen, erfährt eine Renaissance, wenn auch heutzutage oftmals in umgekehrter Reihenfolge: quer durch alle Gesellschaftsschichten und ohne Alters- oder Geschlechtsgrenzen wird geheiratet. Es ist wieder modern, sein Jawort zu geben!

 

Mein Liebster braucht einen neuen Anzug, und ich selbst mindestens drei neue festliche Outfits. Von April bis September – jeden Monat eine Hochzeit; zuerst eine Arbeitskollegin, dann die Nichte, danach unsere Nachbarn und unser Lieblingspärchen Gerti und Manu, die ab 1. Jänner 2019 auch endlich heiraten dürfen. Zu guter Letzt und sozusagen als Höhepunkt unserer Hochzeitssaison, heiraten unsere beiden jüngsten Kinder.

Wir sind zu all diesen Hochzeiten eingeladen und freuen uns darauf.

Mir, aus der Generation der Babyboomer der 50 - 60iger Jahre fällt es heute nicht so leicht, die Rückkehr zu den für mich eher konservativen Werten der Ehe zu finden und wohlwollend gutzuheißen. Ich habe eben eine sehr freie und emanzipierte Lebenseinstellung. Doch ich bemühe mich: Ich lese und lerne, um mich in die Gefühlswelt der neuen Generation hineinzuversetzen, ihre Beweggründe zu verstehen und dem Hochzeitshype positiv und freudig zu begegnen.

 

Unsere Großeltern und Eltern schlossen den „Bund fürs Leben“ und hielten ihn meist auch durch, bis dass der Tod sie schied. Oft war es ein lebenslanger Kampf, aber Scheidungen waren selten, man fand Kompromisse oder zerbrach. Einige Paare fanden jedoch den richtigen Weg, und so kommt es vor, dass wir auch zu mehreren „goldenen“ Hochzeiten eingeladen sind. Fünfzig Jahre Seite an Seite! Eine Meisterleistung, ein Wagnis, eine Lebensaufgabe; für mich eine unvorstellbar lange Zeit, und ich ziehe meinen unsichtbaren Hut vor so viel Durchhaltevermögen!

 

Mein Liebster und ich sind zusammen gezählt dreimal geschieden und haben 5 Kinder aus früheren Ehen, die allerdings schon erwachsen sind und nicht mehr bei uns wohnen. Wir haben uns erst vor zwölf Jahren kennen gelernt und es vor fünf Jahren gewagt, noch einmal zu heiraten. Diese Entscheidung war der neuen Liebe und gleichzeitig dem Alter geschuldet. Wir wollten ein offizielles Zeichen unserer Zusammengehörigkeit setzen, aber auch die rechtlichen Möglichkeiten und Vorteile einer gesetzlichen Ehe nützen. Da wir beide bereits der 60+ Generation angehören, war dies für uns die richtige Entscheidung. Die Erfahrungen aus den vorangegangenen Ehen und das Wissen darüber, wie wir es nicht machen werden und welche Fehler wir vermeiden wollen, gaben uns den Mut dazu! Denn es braucht Mut! Ein anderes Wort dafür ist Courage, und das kommt vom lateinischen cor für Herz. Es bedeutet, etwas aus dem tiefsten Herzen heraus zu tun, ohne Vorbehalte, ohne Ängste, mit Zuversicht und Freude.

 

Alle unsere Kinder haben sich entschlossen zu heiraten, obwohl wir ihnen als Eltern einen sehr holprigen Weg zum Eheglück vorgelebt haben. Sie wagen es, sie trauen sich. Sie warten nicht – sie starten, und nichts kann sie daran hindern. Wir lieben unsere Kinder und Schwiegerkinder und freuen uns, dass auch in unserer Familie der Wunsch nach einer dauerhaften Zweierbeziehung wieder Einzug gefunden hat. Meine anfänglichen Bedenken behalte ich tunlichst für mich, denn sie resultieren aus den Erfahrungen meines eigenen Lebens und sind nicht übertragbar. Es wäre ungerecht und dumm, den Kindern durch sogenannte wohlmeinende Ratschläge den Start zu vermiesen, nur um sein eigenes Unvermögen zu rechtfertigen. Sie haben offene Augen und Ohren und wissen bereits um die hohen Anforderungen, die eine gute Ehe stellt, denn sie haben uns längst durchschaut.

Zusammenleben, Heirat, aber ebenso Trennungen, bringen meist auch eine Änderung der Wohnsituation mit sich:
-Meine fleißige junge Kollegin, die noch daheim bei ihren Eltern wohnt, ist bereits am Hausbauen. So sehr sie ihre Eltern auch liebt, so sehr möchte sie mit ihrem Lebensmenschen ein eigenes Zuhause schaffen.
-Unsere liebe Nichte wohnt mit ihrem Mann und den zwei Kindern derzeit noch in einer Wohnung. Sie benötigen mehr Platz und einen Garten. Deswegen möchten sie ein bereits fertiges Haus kaufen, da sie die Strapazen des Hausbauens neben Familie und Arbeit nicht mehr auf sich nehmen wollen.
-Die netten Wohnungsnachbarn, ein junges Paar in den Dreißigern, suchen ebenfalls ein Haus, das sie kaufen können. Beide sind beruflich ausgelastet und haben, wie sie schmunzelnd sagen,
handwerklich zwei linke Hände. Sie trauen sich einen Hausbau nicht zu, haben aber die finanziellen Mittel zum Kauf. Gerti und Manu wiederum genießen ihre neue Eigentumswohnung, in der sie endlich offiziell als Ehepaar leben dürfen.

Meine Tochter und ihr zukünftiger Ehemann wohnen und arbeiten in Neuseeland. Sie bekamen letzten September ein Baby – unser erstes Enkelkind - und haben sich im vorigen Jahr ein Haus in Wellington gekauft. Ja, und mein Sohn sucht mit seiner zukünftigen Ehefrau eine größere Wohnung in Salzburg, damit auch bei ihm der Familiengründung Raum gegeben werden kann. Ich selbst bin nach meiner Scheidung viermal umgezogen, bis ich schließlich ein nettes Häuschen fand, in dem ich vorhatte, meinen Lebensabend zu verbringen. Doch auch bei mir kam es wieder anders! Denn als ich meinen jetzigen Liebsten kennenlernte, war es nur eine Frage der Zeit, dass wir eine neue, gemeinsame Wohnung bezogen, die nicht mit den Schatten der Vergangenheit belastet war.  

 

Sechs Hochzeiten, sechs verschiedene Gründe, die Wohnausgangslage zu überdenken oder zu verändern.Ich persönlich finde es ganz wichtig, am Beginn einer Partnerschaft oder bei einer Änderung des Familiengefüges auch die Wohnsituation anzupassen. Dies gewährt Konfliktfreiheit zwischen den Generationen und kräftigt das Wir- Gefühl der Lebenspartner!

 

Deshalb – sagen sie JA!

Trauen sie sich; denn Trauung leitet sich aus dem Wort Vertrauen ab, frei nach Marie von Ebner-Eschenbach: Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft!

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