Makler werden ist nicht schwer-Makler sein dagegen sehr

Ich möchte heute eine Lanze für den Berufsstand der Immobilienmakler brechen. Oftmals scheel betrachtet, rangiert er laut Umfragen im Bereich der Politiker und Journalisten am hinteren Ende der Beliebtheitsstufe. Auch ich hatte diese Sichtweise. Warum das so war und warum ich durch Erfahrung meine Betrachtungsweise geändert habe, möchte ich im Folgenden erzählen.

 

Nach unserem Entschluss, den Hausverkauf in Maklerhände zu legen, starten wir die Suche nach einem Makler, der professionell arbeitet, dem wir vertrauen können, der unseren Preisvorstellungen gerecht wird und dessen Provision uns nicht das Hemd vom Leibe reißt.

 

Wir kontaktieren diverse Immobilienbüros in der Umgebung und harren der Dinge, die da kommen. Der Beruf des Immobilienmaklers und seine Funktion etablieren sich erst recht langsam in unseren Köpfen. Man betrachtet diese Berufsgruppe noch immer ein wenig zwiespältig. Bei Umfragen in Deutschland kritisierten die Befragten die manchmal überzogenen Honorare, die unzureichende und vage Beratung und auch die Tatsache, dass der Zustand der angebotenen Objekte oft nicht mit der Realität übereinstimme.

 

Warum das so ist, könnte der Umstand sein, dass früher die Zugangsvoraussetzungen für diesen Berufsstand vergleichsweise einfach waren und deshalb auch Menschen angezogen hat, die sich, von wenigen Spitzenverdienern geblendet, einen raschen Aufstieg versprochen haben.

 

Da fehlte oft der Fleiß, die Bildung, der respektvolle Umgangston, die Lernbereitschaft und -fähigkeit und die notwendige Serviceorientierung. Es gibt wirklich einige Makler, die einen nicht so besonders guten Eindruck hinterlassen. Die Ursache liegt aber auch manchmal beim zum Verkauf entschlossenen Eigentümer. Er ist oftmals nicht bereit, den Rat seriöser Makler anzunehmen, wenn es um die Wertbestimmung der Immobilie geht. Da werden zu den vermuteten Steigerungsraten auch noch Mobiliar, Reparaturen und Restaurierungen der letzten 20 Jahre zum Verkaufspreis dazugerechnet, was zu utopischen, nicht realistischen Einschätzungen führt. Wenn ein Makler den Auftrag nun unbedingt möchte und auf den Kunden eingeht, das Objekt dann aber nicht verkaufen kann, bekommt er schlechte Bewertungen vom Eigentümer.

 

Der erste Besuch eines Maklers gestaltet sich für uns als äußerst irritierend und bestätigt unser Vorurteil. Er erscheint im schwarzen Nadelstreif mit Gilet und Krawatte und in Begleitung einer jungen Mitarbeiterin, die eifrig in ein Tablet tippt. Er durchschreitet unser Haus im Eilzugstempo und hat sofort eine Bewertung parat. Wir sollten uns keine allzu zu großen Preishoffnungen machen, aber das Haus sei ganz nett und gut erhalten. Man könne einen Käufer finden, er habe schon einige Ideen. Nach einigen Espressi und vielen Handyanrufen verbleiben wir in Erwartung eines Bewertungsberichtes und mit dem unguten Gefühl zurück, dass dies nicht der richtige Makler ist.

 

Einige Tage später besucht uns eine nette, gepflegte Dame eines weiteren Maklerbüros. Sie nimmt sich viel Zeit für die Besichtigung, erklärt uns genau ihre Leistungen, nimmt unsere ambitionierten Preisvorstellungen ernst und verspricht, sich bestmöglich für den optimalen Verkauf einzusetzen. Sie lässt uns auch gleich Unterlagen für neu errichtete Wohnobjekte zum Ansehen da, die eventuell unseren Wünschen entsprechen, da wir ja in eine Wohnung übersiedeln möchten. Wir sind begeistert und erwarten voll Zuversicht das Angebot, doch nach einigen Tagen müssen wir feststellen, dass die Dame auf Urlaub ist und niemand sonst in der Firma unsere Angelegenheit weiterbearbeitet. Es dauert drei Wochen, bis wir wieder etwas von ihr hören; zu spät – wir haben nämlich mittlerweile schon den Makler unseres Vertrauens gefunden.

 

Dieser erscheint pünktlich, korrekt, aber salopp gekleidet zu einem Erstgespräch: ohne Laptop, aber mit vielen Ideen im Kopf. Nach einiger Zeit erzählen wir ihm schon unsere Lebensgeschichte, ergehen uns in philosophischen Gesprächen über das Loslassen, die Veränderung und den Neustart im Alter. Er greift unsere ureigensten Themen auf und geht unseren Anliegen auf den Grund. Nach einer Stunde haben wir noch immer keine Hausbesichtigung durchgeführt, keine Bewertung in Angriff genommen, keine Zahlen und Fakten studiert. Doch wir haben das gute Gefühl, dass er uns versteht. Wir fühlen uns ernst genommen, nicht gedrängt, in unserer Entscheidung bestärkt. Er verlässt uns mit dem Rat, nochmal darüber zu schlafen und uns die Zeit zu nehmen, die wir benötigen. Falls wir uns für ihn entscheiden, würden wir in weiterer Folge die Abwicklung besprechen. Er werde sich bald und verlässlich bei uns melden. Am nächsten Tag schon steht es für uns fest: diesem Makler vertrauen wir uns an! Er hat unser Innerstes berührt, mit seinem Geschick die vorrangigen Wünsche und Bedürfnisse aus uns herausgelockt und die Bewertung und den Verkaufspreis vorerst an die zweite Stelle gerückt. Unsere Nervosität und Ungeduld reduzieren sich, wir fühlen uns gut aufgehoben und legen das Projekt in seine Hände.

 

Vielleicht hatten wir Glück, vielleicht hat sich auch das Berufsbild geändert, vielleicht muss man aber auch wirklich geduldig nach dem richtigen Makler suchen, der zu einem passt. Dafür sollte man sich Zeit nehmen, dafür kann man auch mal über nicht so professionelle Berufskollegen hinwegsehen. Es gibt viele seriöse, fleißige und gut ausgebildete Immobilienmakler, die respektvoll und von heiterer Höflichkeit gelenkt sind und mit überzeugender Geschwindigkeit arbeiten, die die Verkauf- und Kaufinteressenten mit hoher Qualität beraten, sich als Dienstleister verstehen, aber trotzdem als Partner selbstbewusst und dynamisch auftreten.

 

Mein Liebster und ich sind nun schon über ein Jahr in unserer neuen Wohnung und fühlen uns pudelwohl. Neben unserem Haus haben wir nach dem Tod meiner Mutter auch noch mein Elternhaus verkauft. Beide Objekte fanden Dank unseres Maklers passende Käufer, und wir konnten den Preis erzielen, der Käufer und Verkäufer zufrieden stellte.        

Ich bin davon überzeugt, dass diese Zufriedenheit sehr viel mit der Tatsache zu tun hat, einen Makler mit Verständnis und Verstand gefunden zu haben, der sein Handwerk und seine Kunden versteht.

 

 

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