Dinner for two

Das Geburtstagsfest war wirklich gelungen. Den Siebziger muss man einfach feiern! Auch wenn die Vorbereitungen eine ganze Weile in Anspruch nehmen: Einladungen, Speisenfolge erstellen, einkaufen, Getränke, Musik, Dekoration, auch das Wohnzimmer muss umgeräumt werden, damit alle Platz haben. … und dann: kochen, kochen, kochen! 

                                                                         

Feiern, solange man noch kann und Spaß daran hat, lautet die Devise!

Die letzten Gäste sind um 2 Uhr Früh gegangen, und nun stehen die beiden vor dem Chaos: aufräumen, abwaschen, Flaschen und Geschenkpapier entsorgen, Möbel umstellen, Staub saugen, Bad putzen. Zwei Tage lang wird gewerkelt, was das Zeug hält. Am Abend des zweiten Tages sinken die zwei erschöpft auf das Sofa.

 

Es ist sehr schön, aber auch ein wenig mühsam!

Das Haus auf der Anhöhe über dem Heimatort hatten sie vor 30 Jahren gebaut. Die Kinder bekamen beide ein eigenes Zimmer, und für die Großeltern stand ein Gästezimmer bereit. Da konnten sie übernachten, wenn sie mal Kinderdienst hatten. Natürlich gab es ein eigenes Kinderbad und eine Sauna. Dann waren da noch diverse Keller-und Abstellräume, eine Werkstatt, ein ausbaufähiger Dachboden und eine Gartenhütte. Ja, und der Wohnbereich war auch großzügig geplant, mit Wohn-und Esszimmer, Schlafzimmer, Wirtschaftsraum und Speisekammer. Von der Küche aus ging es in den Gemüsegarten, und vom Wohnzimmer auf die Terrasse und in den anschließenden Garten mit Pool. 30 Jahre wohnten sie nun schon in ihrem Traumhaus.   

 

Es ist sehr schön, aber langsam wird es mühsam!   

Seit die Kinder ausgezogen sind, ist es sehr ruhig in Haus und Garten, und die Zimmer sind kaum mehr genützt. Der angedachte Ausbau des Dachbodens für eines der Kinder hat sich in Luft aufgelöst. Die Tochter zog der Liebe wegen ins Ausland, der Sohn des Berufes wegen in eine Großstadt. Garten und Pool sind verwaist und machen eigentlich nur mehr Arbeit. So viele Quadratmeter in Schuss zu halten und dazu noch den großen Garten samt Rasen zu pflegen, ist eine große Aufgabe. Obwohl beide in Pension sind und eigentlich genügend Zeit hätten, geht ihnen der gesamte Haushalt samt Reparaturen und Gartenpflege auch nicht mehr so leicht von der Hand wie früher. Wie haben sie doch über die Pensionisten gespöttelt, die nie Zeit hatten und alles so dramatisch und mühevoll sahen! Nun verstehen sie es … Man ist halt nicht mehr so kraftvoll und energiegeladen wie früher, jeder Handgriff wird schwerer und dauert länger, deswegen wird einem auch die Zeit zu kurz. So hatten sie sich die Zeit in der Pension eigentlich nicht vorgestellt!

 

Es war sehr schön, aber nun ist es zu mühsam!

So setzen sich die beiden zusammen und überlegen, was sie ändern könnten, um jenes Leben zu führen, von dem sie geträumt hatten: Vom Reisen, von der trauten Zweisamkeit ohne Kindersorgen, von der Freiheit, spontan zu sein. Sie verfassen eine „Bucket-List“, auf der alles steht, was sie noch erleben möchten; und wer den Film „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson gesehen hat, weiß, worum es geht.

Nach langen Gesprächen und dem Austauschen von Befindlichkeiten, Wünschen und Ansprüchen steht ein Begriff an erster Stelle:

LOSLASSEN!

 

Und so fassen sie einen Beschluss! Sie werden die Belastungen abbauen und Unnötiges abschütteln, die Verantwortungen weitgehend übertragen und den sogenannten Herbst des Lebens in voller Zufriedenheit, Bequemlichkeit und nach ihrer Lust und Laune erleben.

 

Nachtrag:
Das Geburtstagsfest war wirklich gelungen. Den Achtziger musste man einfach feiern! Keine Vorbereitungen, kein Stress, kein Aufräumen. Am Vortag Essen mit Freunden im Gasthaus, am Geburtstag „Dinner for two“ daheim … in der neuen, barrierefreien und zentrumsnahen Wohnung mit Lift! Und dann: Glücklich ins Bett fallen!

 

 

Feiern, solange man kann und Spaß daran hat, lautet die Devise!

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